Archive for Mai, 2012

Ein Ort voller Erinnerungen

Donnerstag, Mai 10th, 2012

Er stand mir zur Seite in schweren Zeiten, ich meine in sehr schweren Zeiten, sowie auch in schönen Zeiten.

An diesem Ort waren wir noch nie mit der Familie, es ist unser Ort, unser ganz allein. Er geht nicht weg ist immer da wenn man ihn braucht.

Heute nach 5 Jahren war ich wieder einmal da. Hab der Kleinen ein Stück der Geschichte dieses Ortes erzählt. Sie staunte sehr, weil ohne diesen Ort und die damaligen Umstände, wäre sie heute nicht auf dieser Welt.

Es ist gut so wie alles gekommen ist. Ich bereue keine Minute an diesem Ort, ich bin froh das es ihn gibt und das er immer da sein wird.

Wenn ich jetzt noch wüßte, wie ich das Foto einfügen kann wäre es perfekt;-(

Der Regen

Sonntag, Mai 6th, 2012

Lässt mich nachdenklich werden. Heute vor 13 Jahren lag ich in der Klinik, weinte, wusste nicht was kommen mag, wie es wohl ist „Mutter“ zu sein. Alles war ungewiss. Der Mann saß im Studio mit den Jungs, die damals immer da waren. Sie haben Musik gemacht, getrommelt, gelacht, geraucht, getrunken.

Am Morgen ging ich zur Schwester und teilte ihr mit, wenn jetzt nichts passiert gehe ich nach Hause. 4 Tage versuchten die Ärzte das sie auf natürlichen Wege kommt. Ich hatte keine Lust mehr, zwei Stunden später brach Hektik aus. Der Oberarzt wurde gerufen, mit ihm 15 Azubis und los ging’s. Der Mann hatte mit dem Kreislauf und dem Anästesisten zu kämpfen. Noch im Kreissaal entschieden wir uns für einen anderen Namen, 15.04 Uhr war sie da.

Eine Stunde später die komplette Verwandtschaft. Ich habe eine Weile gebraucht um zu realisieren das das kleine Wesen alias „Murkelchen“ mein Baby war und für immer bleiben wird, egal wie alt sie ist.

Happy Birthday Anna Florentine

Ehrlich, einfach nur ehrlich

Sonntag, Mai 6th, 2012
„Also… Ich habe mich dort schlichtweg nicht sonderlich wohl gefühlt. Das lag nicht an dir oder an euch, aber so viele Leute die ich noch nie in meinem Leben gesehen habe, wollten auf einmal mit mir reden. Ich wusste doch gar nicht, was ich hätte sagen sollen. Ich kannte die alle nicht und nur weil ich erst noch dieses blöde Bändchen um den Hals hatte, wollte gefühlt jeder dritte mal „Hallo“ sagen. Ich hasse SmallTalk, weil ich ihn nicht kann, echt nicht.

Dann wart ihr irgendwie weg, Tanith ging und ich hätte mich wieder an irgendwelchen Leuten vorbeischummeln müssen, mit denen ich nicht hätte reden wollen, um Euch zu finden, was ich sogar kurzzeitig versucht hatte.  Nenn das „komisch“, aber ich bin so – irgendwie soziophatisch. Es hat seine Gründe, warum ich die letzten Jahre auf jegliche Einladungen der Re:publica nicht reagiert habe und irgendwie hat mein Eindruck an diesem Tag meinem Gefühl Recht gegeben. Ich lebe, ich liebe das Netz, aber ich will nicht darüber sprechen müssen. Schon gar nicht drei Tage lang! Ich weiß gar nicht, oder besser noch, ich verstehe gar nicht, was die vielen Leute da drei Tage lang machen. Echt nicht. Also nicht so wirklich.  Ja, es war auch irgendwie nett, aber es war nichts gegen ein verfickt geiles Festival, auf dem der Bass dir drei Tage lang das Hirn aus dem Schädel vögelt! (Das kannste gerne zitieren.) Das wäre mein Heimspielstadion, da kann ich ganz ich sein. Und keiner will was von mir, nur weil er von mir mal irgendwo irgendwas gelesen hatte. Es war so komisch. So „man müsste zwischenmenschlich irgendwie nette Erwartungen von irgendwem erfüllen.“ Shice, dass will ich nicht. Das bin ich nicht. Ich will auch mal Stinker sein, aber bin dann einfach auch zu nett, diese Erwartungshaltung kaputt machen zu wollen. Deshalb bin ich lieber abgehauen. Außerdem musste ich Freitag früh raus, was sekundär nicht unwichtig, mir aber auch egal gewesen wäre, wenn der Bass gestimmt hätte.
Ich hätte auch Bescheid gesagt, wenn das W-LAN funktioniert, oder ich meine Rechnung pünktlich bezahlt und somit wenigstens mobiles Netz gehabt hätte. Hatte ich aber nicht, und dann bin ich eben doch der „Arschlecken-dann-haue-ich-jetzt-eben-ab-Tüp“.  Und: es tat mir trotzdem leid. Wirklich. Aber ich wollte dann eben weg.
Klingt alles irgendwie blöde, ist aber die absolute Wahrheit. Wirklich. Lag echt nicht an Euch – mit euch hätte ich mich wirklich gerne in den Morgen gesoffen. Aber nicht dort, aber nicht so.
Lass uns das wiederholen, auf anderem Boden. Mit weniger Zwang, irgendwelche Erwartungen von irgendwem erfüllen zu müssen, den ich so nunmal gefühlt habe.  Dann bleibe ich. Wir reden, wir trinken. Von mir aus bis zum Umfallen. Wenn der Bass stimmt, und die Leute ihre Masken ablegen, um so zu sein, wie sie nunmal sind.
Noch mal: es lag nicht an Euch, ich fühlte mich schlicht nicht wohl.  Und wenn das nicht als ernstgemeinte Entschuldigung durchgeht, dann weiß ich es auch nicht. 😉
Und trotzdem würde ich wieder dort hinkommen. Nicht um Leute zu treffen, die ich im Netz mag, sondern über das zu reden, was ich im Netz mache, warum ich das tue und warum ich es liebe. Für mehr hat zumindest mir das nicht mehr Raum gegeben. Weil ich so bin..“